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Studiengang Musikinstrumentenbau Markneukirchen Adorfer Strasse 38 D-08258 Markneukirchen |
| Dem Studiengang Musikinstrumentenbau steht seit seiner Gründung 1988 eines der architektonisch interessantesten Gebäude in Markneukirchen als Lehr-, Arbeits- und Konzertstätte zur Verfügung. Unter dem Namen "Merz–Villa" ist das heutige Gebäude des Studienganges zu einem Begriff für Markneukirchen und seine Umgebung geworden. | |
| Kurz vor der Wende zum 19. Jahrhundert entschloß sich Curt Merz, ein Markneukirchener Fabrikant und Besitzer einer Handelsfirma für Musikinstrumente, anläßlich seiner Vermählung eine repräsentative dreigeschossige Villa in einer parkähnlichen Hanglage an der Hauptstraße nach Adorf in Auftrag zu geben. | |
| Der Entwurf des Gebäudes stammt von den Architekten F.-R. Voretzsch und O. Maier, die in diesem Bau beabsichtigten, Elemente von Neobarock und Jugendstil miteinander zu vereinen. Mit dieser architektonischen und stilistischen Besonderheit wurde das Haus von 1900 – 1903 errichtet. Die Bauausführung lag in den Händen von Baumeister Seifert aus Markneukirchen. | |
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| Bis 1934 diente die Villa der Familie Curt Merz als Wohnhaus. Ein Jahr später ging die Villa in den Besitz des in Markneukirchen ansässigen Arztes Dr. Schmidt über, der sie 1954 an die Stadt Markneukirchen verkaufte. Diese nutzte das Gebäude bis 1986 als städtischen Kindergarten. | |
| Mit dem Ziel der Gründung einer Fachschule für Musikinstrumentenbau übernahm dann das Ministerium für Kultur in der DDR die Rechtsträgerschaft des inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. 1987 begannen umfangreiche Sanierungsarbeiten und noch im selben Jahr wurde die Ausbildungsstätte als Außenstelle der Fachschule für angewandte Kunst Schneeberg ihrer Bestimmung übergeben. 1992 erfolgte die Neugründung als Studiengang Musikinstrumentenbau der Westsächsische Hochschule Zwickau (FH). | |
| In den neunziger Jahren konnte die Restaurierung des Gebäude weitgehend abgeschlossen werden. Heute befinden sich hier mehr als sieben Werkstätten, in denen jedem Studierenden ein eigener Arbeitsplatz zur Verfügung steht, mehrere Vorlesungs- und Seminarräume, ein Tonstudio, ein Lack-Labor und eine umfangreichen Fachbibliothek. Das großzügig angelegte Foyer wird für Konzertveranstaltungen, Tagungen und Ausstellungen genutzt. | |
| Gertraude Schunk | |
| Studiengang Musikinstrumentenbau Markneukirchen | |